Unter Geiern

Wer angesichts des Titels dieses Beitrags an einen Western-Klassiker denkt, liegt so falsch nicht. Eine baumlose Ebene, durchsetzt von schroffen Felsen, ein reißender Gebirgsfluss teilt das Tal und am Himmel warten große Kreise ziehend die Aasfresser. In dieser nur auf den ersten Blick unwirtlichen Landschaft haben wir vier Tage verbracht, denn die Basalt-Felsen sind mit insgesamt 400 Routen eines der großen Klettergebiete Chiles. Das «Valle de los Cóndores» liegt auf 2000 Metern Höhe nahe der Grenze zu Argentinien und die namensgebenden fliegenden Riesen waren auch tatsächlich hin und wieder am Horizont zu sehen. 

Auch wenn hier der Eigenwerbung nach die chilenischen Profis für Olympia 2020 trainieren, waren doch auch für uns einige sehr schöne Touren dabei. Wir sind zwar nicht auf unserer Leistungsfähigkeit wie zu Zeiten unseres regelmäßigen Trainings, aber dafür genießen wir die herrliche Landschaft und das besondere Klima. Dank derzeitiger Sommerwetterlage war die Höhe kaum spürbar, sonnige 25 Grad tagsüber korrespondierten mit 8 Grad in der Nacht. 

Und indem ihr diese Zeilen lesen könnt liegt es nahe, dass die Kondore wohl immer noch am Himmel kreisen oder sich anderer Kletterer angenommen haben 😉

2 Antworten auf „Unter Geiern“

  1. Hallo ihr beiden Kletterer, das Klettergebiet sieht spannend und vielseitig aus, ist anscheinend auch sehr gut abgesichert. Gefällt uns. Die großen Vögelchen sind natürlich immer wieder sehr beeindruckend. Es ist toll eure Berichte zu lesen und eure Bilder zu bestaunen. Dankeschön dafür.
    Liebe Grüße aus Jena

  2. Liebe Silke und lieber Stefan,
    Eure letzten beiden Berichte und vor allem wieder die tollen Bilder haben uns sehr gefallen.
    Ich nehme doch an,daß Ihr einen Condor auch noch auf die Linse kriegt.
    herzliche Grüße aus Greifswald

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