Abschiedsstädtchen

Die zweitgrößte Stadt Ecuadors als Städtchen zu bezeichnen könnte als Tiefstapelei bestraft werden. Quito, die Hauptstadt des kleinen Andenlands, hat so um die 2 Millionen Einwohner. Aber ihr wisst ja, die Wortspielereien sind mittlerweile fester Bestandteil dieses Blogs. In der historischen Altstadt oder auch im Szene-Kiez, in dem uns unser lauschiges Hotel beherbergt, kommt man kaum auf den Gedanken, sich in einer derart riesigen Stadt zu befinden. Wir durchstreifen die Innenstadt, steigen der Basilica del Sagrado aufs Dach und in abenteuerlichen Stiegen auf die Türme. Dabei erinnern wir uns an unseren ersten Besuch vor vier Jahren und sind erfreut, wie sich die Innenstadt gemausert hat. 

Und da wir gerade dabei sind, in Erinnerungen zu schwelgen, tun wir das am besten gemeinsam mit unserer damaligen Spanischlehrerin Lusmi, die in der Nähe von Quito wohnt und die uns am Wochenende in ihr kleines Städtchen einlädt. Dort geraten wir mitten in ein Fest mit sportlichem Wettkampf, Live-Musik und dem Auftritt mehrerer Tanzgruppen mit farbenfroh gekleideten Tänzerinnen. Fast scheint es, als ob sich das Land von uns verabschieden möchte. Hat sich da ein stilles Tränchen im Augenwinkel versteckt?